Pilger
21.11.2018

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Die Kirche


Künstlerische Ausgestaltung

Höhepunkte der reichen künstlerischen Ausgestaltung bilden die Malereien der Flachdecken und – als kostbare Werke – die Mosaiken der Apsis und der Lünetten des Chorraumes und der Emporen.

Die Mosaiken

Die Mosaiken stammen von den gleichen Künstlern (H. Schaper und E. Pfannschmidt, ausführende Werkstatt Puhl und Wagner/Berlin), die auch die Mosaiken der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin entwarfen. Das Apsismosaik stellt (auf Wunsch der Kaiserin Auguste Victoria) Christus dar, der auf einer Wolkenmandorla gen Himmel fährt (nach Apostelgeschichte 1,1-11). Die Lünetten-mosaiken im Chor zeigen die Anbetung durch die Könige und die Kreuzigung Jesu, den Anfang und das Ende des irdischen Lebens Jesu. Die zum Chor orientierten Lünettenmosaiken der Empore haben als Themen “Jesus bei Maria und Martha in Bethanien” (Lukas 10, 38-42) und “Jesus prophezeit auf dem Ölberg seinen Jüngern den Untergang Jerusalems” (Lukas 21,5 ff.). Im unteren Teil des Chorraumes befinden sich Wappen von Mitgliedern der Kaiserlichen Familie.

Deckengemälde “Christus Pantokrator”
Das Zentrum des Deckenschmuckes der Kirche zeigt den auferstandenen Christus als Weltenherrscher, in seiner Hand das “Alpha” und das “Omega” umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten, den Erzengeln und den zwölf Aposteln.


Deckengemälde in den Seitenschiffen

Die Deckengemälde in den Seitenschiffen zeigen an der linken Seite König Salomo und zwei Propheten, an der rechten Seite die Dreiheit König (David), Priester (Melchisedek) und Prophet (Jesaja).

Gemälde über dem Chorraum

Über dem Chorraum ist, von vier Königen der Kreuzfahrerzeit umrahmt, die mittelalterliche “Urbs Sancta Jerusalem” (Heilige Stadt Jerusalem) dargestellt.

Malereien an der Decke der Orgelempore

Die Malereien an der Decke der Orgelempore zeigen das Stifterpaar, Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Victoria, gekleidet im Stil des Mittelalters. Die Verbindung zu den Kreuzrittern ist der bildhafte Ausdruck des noch bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts hineinwirkenden Gedankens, Jerusalem zu einer christlichen Stadt werden zu lassen.





Steinmetzarbeiten

Die Steinmetzarbeiten verdienen wegen ihres Formenreichtums und ihrer bis ins Detail gelungenen Ausarbeitung besonderes Interesse. Sie wurden von einheimischen Steinmetzen ausgeführt. Zusammen mit dem Fußboden, mit seinem byzantinischen Muster, ergibt sich ein abgerundeter, harmonischer Gesamteindruck, der noch durch das Licht betont wird, das in warmen Farben durch die Goldglas- und Wappenfenster fällt.