Erloeserkirche

05.09.2010

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Ökumene und Dialog


Eines der wichtigsten Arbeitsbereiche unserer Gemeinde ist die Ökumene und das interreligiöse Gespräch.

Etwa sechzig verschiedene christliche Kirchen sind in Jerusalem vertreten, die ihre Gottesdienste auf Arabisch, Griechisch, Aramäisch, Armenisch, Russisch, Hebräisch, Koptisch, Englisch, Deutsch und in vielen anderen Sprachen feiern - und zum großen Teil diese Sprachen auch in ihrem Alltag verwenden. Sie alle sind hier zu Hause, denn die Christenheit Jerusalems ist seit jeher multiethnisch.

Propst Dr. Gräbe mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen und dem Bischof unserer Partnerkirche


Der Propst vertritt als leitender Geistlicher die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in der Gemeinschaft der verschiedenen Kirchen in Jerusalem.

In besonderer Weise pflegen wir vertraglich geregelte, partnerschaftliche Beziehungen zu unserer palästinensischen Schwesterkirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL). Dabei geht es stets aufs Neue um unseren Auftrag, die Einheit des Leibes Christi in der Vielfalt seiner Glieder zu suchen und zu verstehen.

Jerusalemer Kirchenoberhäupter mit Tourismusminister


Ebenso bemühen wir uns um gute Beziehungen zu unseren jüdischen und moslemischen Nachbarn. Die Erneuerung des christlich-jüdischen Verhältnisses ist uns ein wichtiges Anliegen.

Jüdisch-Christlicher Dialog beim Bürgermeister


"Wir lassen uns aufgrund des Bußrufs der Schoa auf einen neuen Weg des Urteilens und Handelns ein. Ein wichtiger Schritt dazu besteht in der Einsicht, die sich aufgrund eines neuen Lesens des Alten und Neuen Testaments ergibt: Gott hat Israels Bund zu keinem Zeitpunkt gekündigt. (...) Diese Einsicht lässt uns - mit dem Apostel Paulus - darauf vertrauen, Gott werde sein Volk die Vollendung seines Heils schauen lassen. Es bedarf dazu unseres missionarischen Wirkens nicht."
(EKD, Juden und Christen III, 2000)


Christlich-Muslimischer Dialog


"Muslims and Christians should commit themselves to protect the environment and to support sustainable economic and social balance, and reassert the emphasis of Islam and Christianity on the need for a balanced relation between material, spiritual and moral aspects of life."
(Christians and Muslims in Dialogue. Consultations of the Royal Academy for Islamic Civilization Research [Al Albait Foundation'> and Evangelical Church in Germany 1995-1999; General Report 1999)